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RISIKOHINWEISE (Kurzfassung)

Lesen Sie bitte auch die Seiten der ausführlichen Risikohinweise der Wirtschaftskammer Österreich.

Der private Anleger verfolgt mit seiner Vermögensveranlagung im Wesentlichen drei Ziele:
Sicherheit, Ertrag und Liquidität. Je nach individueller Zielvorstellung und abhängig von bereits vorhandenen Anlageformen wird jeder Investor unterschiedliche Prioritäten zur Erreichung seiner Ziele setzen. Die Maximierung eines Zieles hat meist die Reduktion anderer Zielvorstellungen zur Folge: z.B. höherer Ertrag bei höherem Risiko und geringerer Liquidität.

Investmentfondszertifikate sind Wertpapiere, die Miteigentum an einem Investmentfonds darstellen. Investmentfonds sammeln Kapital von Anlegern mit ähnlichen Anlageinteressen und investieren sie nach dem Prinzip der Risikostreuung. Je nach Anlageziel des Fonds wird das Fondsvermögen in Aktien, Anleihen, Futures, etc., oder auch in Kombination davon, in ein oder mehrere Länder oder Regionen, in eine oder verschiedene Währungen, in eine oder verschiedene Branchen investiert.
Beim Erwerb von Investmentfondsanteilen trifft der Investor eine Anlageentscheidung durch die Auswahl eines bestimmten Investmentfonds; seine Entscheidung orientiert sich dabei an den von diesem Fonds einzuhaltenden Anlagegrundsätzen. Einfluss auf die Zusammensetzung des Fondsvermögens kann der Anleger nicht nehmen, die konkreten Anlageentscheidungen trifft das Management der Fondsgesellschaft.

Rentenfonds: Das Fondsvermögen ist schwerpunktmäßig in festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen, Pfandbriefe, Kommunalschuldverschreibungen, etc.) verschiedener Emittenten investiert. Festverzinste Wertpapiere unterliegen von verschiedenen Faktoren abhängigen Risken. Die Bonität des Schuldners kann ein Hinweis auf das Risiko sein, dass der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht, oder nur teilweise nachkommen kann, z.B. ob Zahlungsunfähigkeit. Veränderungen in der Bonität während der Laufzeit einer Anleihe können maßgebliche Kursveränderungen der Anleihe bewirken. Während der Laufzeit von festverzinsten Wertpapieren kann es zu Kursveränderungen infolge Änderungen des Zinsniveaus kommen. Die Fungibilität von Anleihen kann von verschiedenen Faktoren, wie Emissionsvolumen, Restlaufzeit, Börsenusancen, Marktsituation, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen abhängen. Das Länderrisiko ist das Bonitätsrisiko eines Staates. Stellt der betreffende Staat ein politisches oder wirtschaftliches Risiko dar, so kann dies negative Auswirkungen auf alle in diesem Staat ansässigen Schuldner haben. Bei Wertpapieren in ausländischen Währungen können Wechselkursschwankungen zu Währungsrisken führen.

Aktien bieten Anteil am Gewinn und Vermögen eines Unternehmens. Sie verbriefen Anteil an einem Sachwert, eben dem Unternehmen. Der Ertrag von Aktien setzt sich aus Dividendenzahlungen und Kursgewinnen oder Kursverlusten zusammen. Risiken liegen in der Kursentwicklung und in der Dividendenausschüttung. Veranlagungen in Aktien können höhere Gewinne, aber auch höhere Verluste bringen als andere Veranlagungsformen. Auch irrationale Faktoren, wie Stimmungen, Meinungen, Hoffnungen und Ängste, können die Kursentwicklung wesentlich beeinflussen. Da Sie sich beim Kauf einer Aktie an einem Unternehmen beteiligen, kann diese Beteiligung insbesondere durch die Insolvenz des Unternehmens wertlos werden. Der Verkauf von marktengen Titeln kann sich als problematisch erweisen.

Aktienfonds: Das Fondsvermögen ist überwiegend in Aktien eines oder mehrerer Märkte, einer oder mehrerer Branchen, investiert. Aktien unterliegen von verschiedenen Faktoren abhängigen Risken. Der Aktionär ist am Unternehmen beteiligt. Im Falle einer Insolvenz kann die Beteiligung wertlos werden. Aktien sind Wertpapiere, die meist an Börsen gehandelt werden. In der Regel wird täglich nach Angebot und Nachfrage ein Kurs festgestellt. Im allgemeinen orientiert sich der Kurs einer Aktie an der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens, sowie an den allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Auch irrationale Faktoren können die Kursentwicklung und damit den Ertrag der Investition beeinflussen. Die Handelbarkeit kann bei geringer Nachfrage oder geringem Angebot eingeschränkt sein. Bei Aktien in Fremdwährungen können Wechselkursschwankungen zu Währungsrisken führen.

Futuresfonds: Futureskontrakte sind standardisierte Verträge, die an Futuresbörsen gehandelt werden und die Lieferung oder den Empfang eines bestimmten Gutes in einer festgesetzten Menge und Qualität zu einem bestimmten Preis, Zeitpunkt und Ort zum Inhalt haben. Futurespreise unterliegen starker Volatilität. Preisbewegungen von Futures werden von vielen unvorhersehbaren Faktoren beeinflusst. In bestimmten Marktsituationen könnten wesentliche Liquiditätsengpässe verhindern, dass Tradingadviser ungünstige Positionen unverzüglich glattstellen. Eine Futuresposition kann durch Hinterlegung eines Sicherungsdepots (Margin) von durchschnittlich 1-5% des Kontraktwertes eingegangen werden, daher kann eine kleine Bewegung im Preis des Kontraktes einen erheblichen Gewinn oder Verlust, bezogen auf die Margin, nach sich ziehen. Wenn der Clearingpartner insolvent würde, könnte der Fonds Geldmittel, die auf dem Konto des Clearingbrokers hinterlegt sind, zur Gänze oder zum Teil verlieren.

Fondsmanagement: Der Erfolg eines Fonds hängt zum Großteil von der Kompetenz der Fondsmanager oder der gewählten Tradingadviser ab. Es gibt keine Garantie dafür, dass durch deren Handelsmethoden Erträge erzielt, aber keine Verluste erwirtschaftet werden. Deren historische Performance ist nicht notwendigerweise ein Indiz für zukünftige Ergebnisse.

Fondswährung: Vor allem ausländische Investmentfonds notieren in Fremdwährungen. Somit kann zu den Währungsrisken der im Fondsvermögen gehaltenen Wertpapiere noch das Währungsrisiko des jeweiligen in Fremdwährung notierenden Fonds hinzukommen.

Ausgabepreis der Fondsanteile ist der Preis, zu dem der Anleger die Zertifikate - meist von der Fondsgesellschaft - kauft.

Rücknahmepreis ist der Tageswert, zu dem die Fondsanteile an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden können. Bei außergewöhnlichen Umständen kann die Rücknahme bis zum Verkauf von Vermögenswerten des Fonds und bis zum Eingang des Verwertungserlöses vorübergehend ausgesetzt werden. Ausgabe- und Rücknahmepreise werden in vielen Tages- und Börsenzeitungen veröffentlicht.

Ausgabeaufschlag ist die Differenz zwischen Ausgabe- und Rücknahmepreis und ist - sowie alle anderen Fondsbestimmungen - dem jeweiligen Verkaufsprospekt zu entnehmen.

Rücknahmeabschlag führt bei der Rückgabe von Fondsanteilen zu einer Minderung des Auszahlungswertes.

Ertrag: Die Erträge eines Investmentfonds setzen sich aus laufenden Ausschüttungen und/oder der Entwicklung der Werte der Anteile zusammen und können nicht im Vorhinein festgelegt werden. Die Wertentwicklung ist von der Anlagepolitik laut Fondsbestimmungen, sowie der Entwicklung der Wertpapiermärkte in denen der Fonds plaziert ist, abhängig. Die Wertentwicklung eines Fonds in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Erträge. Die Anlageerträge und Kapitalwerte schwanken, und die Anteile können, wenn sie zurückgegeben werden, mehr oder weniger als ihre Anschaffungskosten wert sein. Der Anleger sollte bei der Auswahl des Fonds daher immer die jeweilige Kapitalmarktsituation und seine eigene Risikotoleranz berücksichtigen.

Bindungsfrist: Die meisten Fondsgesellschaften sind unter normalen Umständen verpflichtet, die Anteile täglich, wöchentlich oder monatlich zurückzunehmen. Investmentfonds sind jedoch keinesfalls für kurzfristige Spekulationen geeignet. Um Kursschwankungen auszugleichen, und unter Berücksichtigung der Ankaufsspesen ist nur eine mittel- bis langfristige Veranlagung in Investmentfonds sinnvoll.

Gebühren: Für die Kontoführung und Verwahrung von Wertpapieren fallen meist zusätzliche laufende Kosten an (Depot-, Konto-, Portogebühren, etc.). Manche Fondsgesellschaften verlangen bei Fondswechsel eine Switchgebühr. Bei Banküberweisungen und –zahlungen, insbesondere bei Auslandsüberweisungen, werden von den Geldinstituten Gebühren verrechnet. Währungswechsel ist ebenfalls mit Kosten verbunden.

Steuern: Erträge, sowohl Zinsen, Ausschüttungen, ausschüttungsgleiche Erträge, als auch Kursgewinne sind steuerpflichtig. Neben allfälliger Quellensteuer im Domizilland des Fonds, sind die Erträge auch in Österreich steuerpflichtig. Ausführliche Erklärungen hierzu finden Sie auf der Webseite des Bundesministerium für Finanzen, oder erteilt der Steuerberater. Mit dem Budgetbegleitgesetz 2011 bis 2014 (Abgabenänderungsgesetz) wurde eine 25%ige Besteuerung von Zuwächsen an Kapitalvermögen beschlossen. Die Steuer wurde in den Medien als Kursgewinnsteuer, Vermögenszuwachssteuer oder Kapitalzuwachssteuer bezeichnet.

Kreditkauf: Bei Kauf von Wertpapieren auf Kredit muss der aufgenommene Kredit unabhängig vom Erfolg oder Nichterfolg des Investments zurückgezahlt und die Kreditzinsen bezahlt werden. Der Kauf von Wertpapieren auf Kredit stellt somit ein erhöhtes Risiko dar.

Vermögensverwaltung: Der Kundenauftrag an ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen, die Verwaltung des Kundenportefeuilles mit Verfügungsvollmacht durchzuführen, stellt für den Anleger ein besonderes Risiko dar. Daher sind solche WPDLUs verpflichtet, einer Anlegerentschädigungseinrichtung anzugehören, die berechtigte Anlegeransprüche bis max. 20.000.- Euro abdeckt.

Lesen Sie bitte auch die Seiten der ausführlichen Risikohinweise der Wirtschaftskammer Österreich.

Diese Informationen stellen keinen Ersatz für ein ausführliches Beratungsgespräch dar. Alle Angaben wurden nach allgemein zugänglichen Unterlagen erstellt und erfolgen ohne Verbindlichkeit. Eine Gewähr ist auch bei Irrtum ausgeschlossen.
Die Risikohinweise sind auf Basis der derzeit in Österreich geltenden Gesetze erstellt und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.